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Ratgeber Kondolenzschreiben

Tröstende Worte sind wie Sonnenstrahlen,
die durch die Dachluke scheinen
und vom blauen Himmel draußen erzählen.


Tipps und Formulierungshilfen für tröstliche Teilnahme im Todesfall
Da die heutige Gesellschaft möglichst alles verdrängt, was mit Sterben und Tod in Zusammenhang steht, und weil wir selbst nichts so sehr fürchten wie den eigenen Tod, fühlen wir uns bei der Aufgabe, unser Beileid und unseren Trost für trauernde Hinterbliebene zu formulieren, oftmals überfordert. Um zu vermeiden, den Tod “beim Namen zu nennen” behelfen wir uns mit diversen Ersatzumschreibungen, wie z.B.:

einer Krankheit erliegen, heimgehen, erlöst werden, entschlafen, sein Dasein vollenden, zur ewigen Ruhe eingehen, die letzte Reise antreten, aus dem Leben gerissen werden, aus dem Leben scheiden.


Das Formulieren eines Kondolenzbriefes erfordert höchste Sensibilität. Das Schreiben jedoch ist wichtig, denn es dokumentiert Anteilnahme, übermittelt den Empfängern das tief mitmenschliche Gefühl, in schweren Stunden nicht alleine zu sein. Dies vermittelt Trost und Verbundenheit.
Schreiben Sie in eigenen, einfachen und ehrlichen Worten über Ihre Gefühle. Wenn Sie dem Verstorbenen nicht besonders nahe standen, reichen einige persönliche, handschriftliche Sätze auf weißem Briefpapier oder einer schlichten Karte aus. Versuchen Sie, den Verstorbenen zu würdigen. Bieten Sie den Hinterbliebenen Hilfe und praktische Unterstützung an und wünschen Sie Mut für die Trauerarbeit. Das spendet Trost.
Versuchen Sie, Floskeln zu vermeiden und verzichten Sie auf religiöse Formulierungen, es sei denn, Sie wissen ganz genau, dass der Verstorbene und die Hinterbliebenen, an die Ihr Brief gerichtet ist, gläubig sind. Verwenden Sie nur Zitate, mit denen Sie sich identifizieren können.
Lassen Sie den Empfänger wissen, dass Sie der Verlust direkt trifft und ebenfalls trostbedürftig macht – dann werden Sie die richtigen Worte finden!
Kondolenzschreiben können auch den Hinweis enthalten, dass man erst jetzt von einem Todesfall erfahren hat und/oder die Bitte um Verständnis dafür, dass man (begründet) an der Beerdigung nicht teilnehmen kann oder konnte.

Vermeiden von Fehlern bei der schriftlichen Beileidsbekundung
Möchten Sie ein Kondolenzschreiben an die Angehörigen eines Verstorbenen versenden? Um ein unglücklich formuliertes Kondolenzschreiben zu vermeiden, empfehlen wir die Berücksichtigung der nachfolgenden Punkte:
  • Das Kondolenzschreiben sollte möglichst unmittelbar nach Eintreffen der Nachricht verfasst werden.
  • Verfassen Sie die Karte handschriftlich. Berücksichtigen Sie hierbei die richtige Anrede.
  • Beginnen Sie die Karte direkt mit der Beileidsbekundung.
  • Ist Ihnen der Verstorbene namentlich bekannt, sollten Sie den Vor- und Nachnamen ausschreiben.
  • Formulieren Sie eine positive Würdigung des Verstorbenen.
  • Verzichten Sie auf Übertreibungen.
  • Versuchen Sie nicht, das "Gute" am Tod zu erklären.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Worte der Beziehungsebene bzw. dem Grad der Vertaulichkeit zu dem Verstorbenen entsprechen.
    Bieten Sie Hilfe an.
  • Beenden Sie die Karte mit einem kurzen Ausdruck des Mitgefühls und mit einem Trauergruß. Das Schreiben sollte mit Ihrer Unterschrift versehen werden.

Eine kleine Auswahl von Dichterworten, die sich für die schriftliche Kondolenz eignen, finden Sie auf der Seite
"Gedichte und Zitate"


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