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Die Grundhaltung der TrauerHilfe spiegelt sich in ihrer Organisation wieder. Wir sind ein kundenorientiertes Netzwerk und daher ist der einzelne Bestatter in den Entscheidungsprozess eingebunden.
Entscheidungen die das einzelne Bundesland betreffen, werden auch dort getroffen und zwar vom jeweiligen Bundesland-Verein und damit letztendlich von den einzelnen Mitgliedsbetrieben!
Die Zukunft des Bestatters

In unserer Branche ereignen sich große Veränderungen. Viele kleine und mittlere Bestattungsunternehmen fragen sich, ob sie den Herausforderungen des zukünftigen Marktes gewachsen sind. Wird es genügen, sich auf das Althergebrachte zu verlassen oder ist eine neue Ausrichtung nötig?

Wir, die TrauerHilfe wollen Traditionen bewahren und erhalten. Wir wollen aber auch Neues anregen, zulassen, möglich machen und mitgestalten an einer neuen, alternativen Trauerkultur, um den Angehörigen einen lebensfördernden und gesunden Abschied zu ermöglichen.

Dr. Markus Ploner

 
Zusätzlich zu den Landes-Vereinen gibt es die TrauerHilfe GesmbH. Sie nimmt die unternehmerischen Belange der TrauerHilfe wahr, stellt die Praxis für Thanatologie und Trauerarbeit und kümmert sich um die Ausbildung der Bestatterkollegen und ihrer Mitarbeiter.
Die TrauerHilfe ist also keineswegs ein "Bestatterkonzern". Die einzelnen Betriebe bleiben selbstständig und arbeiten dort zusammen, wo es gemeinsam einfach besser geht oder überhaupt erst möglich wird:
  • Im Internet
  • Beim optischen Erscheinungsbild und dem Marketing
  • Bei der gemeinsamen Telefonnummer 050 1717 mit Notrufcharakter
  • Bei der Ausbildung
  • In der Thanatologie etc. etc.

Das Konzept

1. Definition / Einleitung

Die TrauerHilfe ist ein Netzwerk in der Bestattungsbranche, welches den Mitgliedern und Partner durch den Netzwerkgedanken im Wettbewerb helfen und diese stärken soll und seinerseits von den Partnern gestärkt und gestützt wird. Dabei sind wir überzeugt, dass die Bedeutung des Netzwerkgedankens in einem solidarischen Miteinander und einem großen Teil von Selbstorganisation der Netzwerkpartner liegt.
Das Netzwerk ("net") ist dem Zentralismus klar und deutlich überlegen. Eng damit verknüpft ist der Begriff der Allianz ("linking"), bei dem Kompetenzen auf besondere Weise miteinander verflochten werden. Dabei soll die TrauerHilfe eine starke Plattform sein, auf der sich das einzelne Unternehmen in seiner Eigenständigkeit präsentieren kann und in seinen alltäglichen Geschäftsvorgängen agieren kann. Von seiten des Kooperationspartners bestehen Verpflichtungen hinsichtlich der Verwendung des Logos und weiterer anzubietender Dienstleistungen im Sinne von Standardisierungen auf der einen, sowie Instrumente zur Verkaufsförderung auf der anderen Seite. Die TrauerHilfe verpflichtet sich, die Instrumente nach bestem Wissen und Gewissen auf dem neuesten Stand zu halten und auch die von ihr angebotenen Dienstleistungen auf einem hohen professionellen Niveau durchzuführen.

2. Grundwerte

Folgende zwei Grundwerte wurden gemeinsam destilliert, die benennen, was wir unseren Kunden und der Öffentlichkeit vermitteln wollen und was unser Selbstverständnis ausmacht:
  • Geborgenheit
    Persönliche und geschäftliche Geborgenheit ist die wichtigste Grundlage, auf der vertrauensvoll agiert werden kann. Erst durch das Angenommensein und durch Geborgenheit wird die Energie frei, die kreative Prozesse und hohe Verbindlichkeit ermöglicht und auslöst.
  • Kulturelle Substanz
    Wir schöpfen in unserer Branche, aber auch in vielen anderen Lebensbereichen aus einem großen kulturellen Fundus. Wir sind uns bewußt, dass dieser Fundus eine wertvolle Quelle und nicht zuletzt unsere persönliche, geschäftliche und gesellschaftliche Vergangenheit darstellt. Daher wollen wir diesen Fundes bewahren und pflegen. Wir sind offen für Veränderungen, wollen diese aber behutsam reflektieren und angehen. Wir verweigern uns einer "Wegwerfkultur" im Bestattungsbereich und sehen uns als Wegbegleiter für Menschen in einer Abschiedssituation. Dabei fühlen wir uns für einen gelungenen Start in eine lebensfördernde Trauer verantwortlich.
Beide Grundwerte zusammen spiegeln sich in unserem Slogan („claim“) „Den Abschied leben“, der für uns programmatischen Charakter hat. Wir bekennen uns dazu, dass Leben immer heißt, "abschiedlich" zu leben, obwohl unsere Gesellschaft das nicht so gerne wahrhaben möchte. Abschied nehmen von der "Jugend", von "festgelegten Traditionen", von "Vorstellungen" und nicht zuletzt auch von "geliebten Menschen". Dabei ist Abschied nehmen eine aktive Tätigkeit und kein passives "Geschehen lassen". Den Abschied zu leben braucht Kultur und genau diese Kultur leben und verkaufen wir.

3. Leitsätze und Präambel

Unsere Aufgaben, die auf den oben genannten Grundwerten basieren, lassen sich in folgenden Leitsätzen festmachen, die dann die Grundlage für jegliche Konkretisierung im Ablauf und in den Standards sind:
  • Bei der Bevölkerung wollen wir die Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Abschied fördern und die dazu gehörende Kultur massgeblich mit beeinflussen, um den Angehörigen einen lebensfördernden und gesunden Abschied zu ermöglichen.
  • Bei unseren Partnern wollen wir beim Personal und bei der Ausstattung eine Basis schaffen, die es ihnen ermöglicht ihren Kunden den besten Service im Rahmen der Leitidee bieten zu können und im gegenseitigen Austausch das eigene Selbstverständnis zu profilieren und das Selbstbewußtsein des Einzelnen zu stärken.
Der Inhalt unserer Präambel (=einleitende, schriftlich abgefasste Erklärung) ist für den einzelnen Kooperationspartner die Grundlage für die Zusammenarbeit mit der TrauerHilfe. Sie regelt in groben Zügen die Dienstleistung des Betriebes in seinem alltäglichen Vollzug. Dabei sind die in Kooperation mit den Betrieben zu formulierenden Standards die konkrete Ausformung der Präambel in der Praxis:
  • Die Würde der Verstorbenen zu achten, Riten und Brauchtum aller Kulturen, Nationen und Religionen zu respektieren.
  • Angehörige sensibel und rücksichtsvoll zu begleiten.
  • Die übertragenen Aufgaben mit größter Sorgfalt und im Interesse der Auftraggeber zu erfüllen.
  • Absolutes Stillschweigen über alle vertraulichen Informationen zu wahren.
  • Sich ehrlich und redlich zu verhalten, weder falsche noch irreführende Angaben zu machen und jedem eine individuelle Bestattungsregelung zu garantieren.
  • Allen, die eine Bestattung zu Lebzeiten regeln möchten, hierzu die Möglichkeit zu bieten und – im Bewusstsein dieser Verantwortung – die eingegangenen Verpflichtungen im Sinne des Vorsorgenden zu erfüllen.
  • Die Öffentlichkeit über Bestattungsdienstleistungen und Bestattungskosten transparent und eindeutig zu informieren.
  • Sich und seine Mitarbeiter weiter zu bilden und damit die fachliche Qualifikation zu verbesseren.
4. Aufbau der Trauerhilfe

Die Firma TrauerHilfe GmbH wird als Gesellschaft mit beschränkter Haftung von sieben Gesellschaftern gehalten. Der Geschäftsführer mit den Abteilungen und die leitenden Mitarbeiter der Divisionen regeln die Tagesgeschäfte, während die Gesellschafter die größeren politischen Linien vorgeben.

Operative Divisionen
Division 1 "Krematorien"Betrieb, Planung und Bau von Krematorien
Division 2 "Bestattungen"Betrieb von eigenen Bestattungsunternehmen
Division 3 "Netzwerk"Pflege des und Ansprechpartner im Netzwerk TrauerHilfe
Abteilungen unter der Geschäftsführung
Öffentlichkeitsarbeit / Lobbying Zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der TrauerHilfe und das spezifische Lobbying im Marktumfeld der Dienstleistung.
OrganisationDie Aufgabe dieser Abteilung ist es, die organisatorischen Belange der Firma zu regeln.
MarketingDiese Abteilung regelt und koordiniert alle Marketingaktivitäten der TrauerHilfe.
Produktmanagement Erstellt und wartet den TrauerHilfe-Produktkatalog, der den Kooperationspartnern zur Verfügung steht. Weiters ist diese Abteilung für alle produktspezifischen Dinge verantwortlich.
Praxis für Thanatologie & Trauerarbeit Angebot von Dienstleistungen im Bereich der Thanatopraxie (Einbalsamierung, Restauration, Totenmasken) und der Trauerpsychologie (Trauergruppen, Trauerberatung, Referral); spefizische Fachöffentlichkeitsarbeit und Networking; TrauerHilfe – Funeralitas als Fortbildungseinrichtung – siehe eigenes Konzept.


Zudem gibt es in jedem Bundesland einen Bundeslandverein, der durch seinen Vorstand nach innen (Kontakt zur Firma) und nach außen (Öffentlichkeitsarbeit und Werbung) vertreten wird. Jeder TrauerHilfe-Bestatter ist Mitglied im Verein seines Bundeslandes und zusätzlich über einen Kooperationsvertrag mit der TrauerHilfe GesmbH verbunden. Vereinsmitgliedschaft und Kooperationsvertrag sind die integralen Bestandteile einer jeden TrauerHilfe-Kooperation!

Eine solche Struktur bringt natürlich einiges an Abstimmungsaufwand mit sich und dafür treffen wir uns in den verschiedensten Gremien:

GremienIntervallInhaltTeilnehmer
Gesellschafterversammlung4 x jährlichPolit. LinieGesellschafter
Jour-fixe der Divisionen1 x wöchentlichTagesgeschäftDivisionen u. n. Bedarf
Obmänner-Konferenz2 x jährlichAbstimmungVereins-Obmänner, Geschäftsführer der GesmbH
Vereinssitzung4 x jährlichLokale Entscheidg.
Informationen
Kooperationspartner
Kongresse1-2 x jährlichWeiterbildung
Informeller Austausch
Alle Beteiligten

Wir fördern unsere Mitarbeiter und unsere Kooperationspartner. Dabei pflegen und bekennen wir uns zu einem partnerschaftlichen Führungsstil. Wir setzen auf gegenseitiges Vertrauen, Kommunikation und auf die Identifikation mit den gemeinsamen Zielen. Ein verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber Umwelt und Gesellschaft, ein Zusammenwirken im Team und in der Projektorganisationen ist uns wichtig. Den Willen zur kontinuierlichen Verbesserung wollen wir bei uns und unseren Mitarbeitern pflegen.

5. Bekenntnis zur modernen Bestattungsdienstleistung

Wir bekennen uns ganz klar zu vielen Veränderungen, die derzeit im Bestattungsbereich geschehen und wollen diese aktiv mitgestalten. Oft war in der Vergangenheit durch mangelnden Wettbewerb keine Veränderungen spürbar und die Leistung des Betriebes wurde nicht gemessen. In diesem Sinne bekennen wir uns auch zu bestimmten Standards bei den Betriebsaufgaben und –abläufen, damit Leistung vergleichbar und auch messbar werden kann. Diese Standards ermöglichen dem einzelnen Betrieb, sich in bestimmten Bereichen weiter zu entwickeln und die Dienstleistung zu professionalisieren.

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